Freitag, 28. September 2018

Das BIB-Team ist nicht die IT

Bereits seit Längerem ärgern wir uns darüber, dass wir anscheinend für sämtliche Probleme im Haus zuständig sind. Hauptsächlich deshalb, weil wir am längsten offen haben und natürlich immer jemand da ist.
Student: Ich kann mich nicht ins WLAN einloggen.
Bibliothekar: Aha.
Student: Ich kann mich nicht einloggen.
Bibliothekar (antwortet derzeit nur auf Fragen, nicht auf Feststellungen): Hm.
Student: Alle anderen können sich einloggen, nur ich nicht.
Bibliothekar (erbarmt sich): Am WLAN kann es nicht liegen, bei mir funktioniert es und bei allen anderen auch. Sind Sie sicher, dass Sie die richtigen Login-Daten verwenden?
Student: Ja! Aber ich kann mich nicht einloggen! - Wir drehen uns hier anscheinend im Kreis.
Bibliothekar: Dann müssen Sie ein Email IT@... schicken. Ich vermute, dass es etwas mit dem Anmeldeprotokoll zu tun hat. Das Problem kann nur die IT lösen.
Student: Aber ich kann mich nicht einloggen! Können Sie mir nicht helfen?
Bibliothekar: Nein. Die Bibliothek ist nicht IT. Das ist ein Problem die IT betreffend ...
Student: Aber ...
Bibliothekar: NEIN!

Mahngebühren - immer ein Vergnügen

Eine Studentin bringt Bücher retour...
Bibliothekar: Die Bücher kommen leider zu spät zurück. Das macht € 3,80.
Studentin: Wieso so viel? Das kann nicht sein!
Bibliothekar erklärt ihr die Berechnung.
Studentin: Das ist eine Frechheit! Ich zahle € 400 Studiengebühren/Semester und dann muss ich auch noch  Mahngebühren bezahlen! Das geht doch nicht!
Bibliothekar: In anderen Bibliotheken läuft es genauso.
Studentin: Sicher nicht! Ich zahle das nicht! Ich bin im Praktikum und hatte keine Zeit die Bücher zurückzubringen (sie dachte, wir hätten nur bis 15 Uhr offen (Ferienöffnungszeiten) dabei hatten wir bis 21 Uhr geöffnet). Und ich zahle Studiengebühren!
Bibliothekar: Tja, Sie können die Gebühren offen lassen. Allerdings können Sie dann auch nichts mehr entlehnen.
Studentin: Dann zahle ich die Gebühren nicht!!!
Der Schaden ist auf ihrer Seite. Vor ihr liegt noch das letzte Semester, wo sie Bücher für die Abschlussarbeit und die Prüfung benötigt ...

Wenn die BIB mal zeitiger schließt ...

... ist das stets ein Weltuntergang.
Aufgrund einer internen Veranstaltung mussten wir unlängst bereits um 12 Uhr mittags schließen. Die Info ging rechtzeitig raus und an der Tür hing ein Schild. Natürlich wollte jemand ein Buch zurückgeben. Die Portiere sowie die Infozentrale haben das Buch nicht angenommen - auf unseren ausdrücklichen Wunsch hin. Wer hat es entgegengenommen? Die Mensa. Das Mensa-Team hat das Buch dann am nächsten Tag zurückgebracht. Natürlich 1 Tag zu spät.
Student (am Telefon): Wieso habe ich eine Mahnung erhalten? Ich habe das Buch gestern zurückgebracht!
Bibliothekar: Nein, haben Sie nicht. Sie haben das Buch in der Mensa abgegeben, was nicht erlaubt ist. Und das Mensa-Team hat es erst heute zurückgebracht. Die Mahnspesen betragen € 2,20.
Student: Das zahle ich nicht! Ich hab das Buch doch zurückgebracht!
Bibliothekar: Sie können Bücher nur in der Bibliothek zurückbringen, sonst ist es nicht ausgebucht.
Student: Ich zahle das sicher nicht! Ich habe es zurückgebracht! ...
Das ging noch eine Zeitlang so weiter ... die Mahngebühren sind nach wie vor offen.

Mittwoch, 8. November 2017

Entlehnung ist nicht gleich Entlehnung

Heute wollte eine externe BesucherIn einen Kodex entlehnen ...
BesucherIn: Ich brauche einen Kodex!
BibliothekarIn: Ja, die stehen im 1. Stock.
BesucherIn: Das weiß ich, aber ich will mir einen Kodex ausborgen. Den brauche ich für eine Prüfung.
BibliothekarIn: Das tut mir Leid, aber die Kodex sind im Präsenzbestand und können nicht ausgeborgt werden.
BesucherIn: Aber ich brauche ihn zur Prüfung!
BibliothekarIn: Das tut mir Leid, aber die Kodex sind im Präsenzbestand und können nicht ausgeborgt werden. Nur MitarbeiterInnen dürfen diesen in Ausnahmefälle entlehnen.
BesucherIn: Ich würde ihn ja gar nicht ausborgen. Die Prüfung ist HIER - BesucherIn zeigt mit Zeigefinger auf das Gebäude - im Haus!
BibliothekarIn: Entlehnung bedeutet, dass das Buch AUS - zeigt ebenfalls mit dem Finger auf die Bibliothek - der Bibliothek rausgebracht wird, sprich ausgeborgt wird.
BesucherIn: Ja, aber das ist ja dämlich, wenn ich mir für ZWEI Stunden einen Kodex kaufen muss!
BibliothekarIn: Ja, das müssen die anderen BesucherInnen auch ...

Kartenverwechslung ...

Wie ihr wisst, kommt man bei uns nur mit gültigen Bibliotheksausweis durch das Drehkreuz. Manche Besucherinnen haben so ihre Probleme damit, die richtige Karte zu verwenden ...
BesucherIn: Ich habe den Ausweis heute aktualisieren lassen!
BibliothekarIn: Beim Pad oder direkt bei den Kolleginnen?
BesucherIn: Eh bei den Kolleginnen!
BibliothekarIn sieht sich die Karte genauer und fragt: Was ist das für eine Karte? - Das ist kein BIB-Ausweis!
BesucherIn: Wie peinlich! Das tut mir Leid!

Dienstag, 1. Juli 2014

Sommeröffnungszeiten 2

Wir haben im Sommer am Mittwoch geschlossen. Vorhin kommt ein Student ein und will mich etwas fragen ...
Student: Entschuldigung? Habt ihr heute geöffnet?
Bibliothekarin: Ja, bis 19 Uhr.
Student: Aber am Mittwoch habt ihr doch geschlossen?!?
Bibliothekarin: Stimmt. Mittwochs und Samstag ist geschlossen.
Student: Wieso habt ihr dann geöffnet? Heute ist Mittwoch!
Bibliothekarin: Heute ist Dienstag.
Student: betretenes Schweigen ...

Sommeröffnungszeiten 1

Wie jedes Jahr freue ich mich immer auf den 1. Tag der Sommeröffnungszeiten. Wie jedes Jahr, haben wir bereits Ende Mai/Anfang Juni via Newsletter unsere verkürzten Öffnungszeiten ausgeschickt, die neuen Zeiten auf Moodle gepostet und auch auf der Webseite bekanntgegeben. Zusätzlich hängen die Zeiten seit ca. 4 Wochen auch in der Bibliothek aus. Um die BesucherInnen nicht zu verwirren, habe ich erst gestern in der Früh die Zeiten sowohl innen als auch außen an die Eingangstüre gehängt.
Hat es etwas gebracht? Nein. Wie jedes Jahr halt.
 
Um 13.45 - 15 Minuten bevor die Bibliothek am Montag schließt - drehe ich meine Runde und mache unsere BesucherInnen darauf aufmerksam, dass wir sogleich schließen werden. Es folgten verschiedene Reaktionen. Einige sprangen bestürzt auf, rafften ihr Zeug zusammen und verließen fluchtartig die heiligen Hallen des Wissens. Andere, welche seit Wochen den 1. Stock besetzen, fragten nur: Wieso?
Bibliothekarin: Wie jedes Jahr, haben wir im Sommer verkürzt offen.
1. Stock-Besetzer: Wir waren voriges Jahr noch nicht hier.
Aja, klar, deshalb gelten die Öffnungszeiten wahrscheinlich nicht (dass ist wie mit den voll besetzten Spinden ; ).
Bibliothekarin: Okay, wir haben verkürzte Öffnungszeiten während der Sommerferien - so wie beinahe jede andere Bibliothek auch.
Sie sehen mich an, als würde ich Scherze machen ... Ich höre sie tuscheln, nachdem ich den 1. Stock verlassen habe und einige Minuten später folgen sie mir. Der Erste, der runter kommt, entdeckt den Aushand der Öffnungszeiten - welcher seit 4!!! Wochen hier hängt - und liest die Zeiten. Als ich ihn darauf hinweise, dass sie auch an der Tür hängen, sagt er: Tja, ja, jetzt wo du es sagst ... die hab ich vorhin echt nicht gesehen.

Freitag, 27. Juni 2014

Mein Deutsch ist anscheinend sehr schlecht

Gerade eben sehe ich einen Bibliotheksbesucher, der einen Apfel mit in die Bibliothek nimmt. Ich gehe ihm zu hin um ihn darauf aufmerksam zu machen, dass Lebensmittel in der Bibliothek nicht erlaubt sind ...
Bibliothekarin: "Entschuldigun! In der Bibliothek sind keine Lebensmittel erlaubt. Bring den Apfel bitte raus."
Besucher: "Ich esse ihn nicht hier drinnen. Aber Danke!"
Ich bin etwas verwirrt, ich habe nichts von essen gesagt - da die BesucherInnen auf den Satz "Essen ist in der BIB nicht erlaubt!" geantwortet haben: "Ich esse hier drinn eh nicht!", benutze ich statt "Essen" oder "Speise/n" das Wort "Lebensmittel".
Nachdem ich ihm erklärt habe, dass ich nicht "essen" sondern "Lebensmittel" meinte, ist er aufgestanden und hat ihn raufgebracht.
Ernsthaft, ist mein Deutsch wirklich so schlecht? Ich habe es sogar in Hochdeutsch gesagt und nicht in meinem üblichen Dialekt.

Dienstag, 18. März 2014

Ich habe absolut keine Ahnung

Es gibt ja bekanntlich mehrere Arten von BibliotheksbesucherInnen. Mir persönlich sind die Ehrlichsten am sympathischsten. Gerade eben kam ein junger Student rein und hat mich mit großen Augen angesehen und sagte: "Hallo! Ich habe absolut keine Ahnung wie das hier funktioniert!"
Das ist mir sogar noch sympathischer - denn den kann ich unser Vorschriften gleich von Anfang an eintrichtern, sodass er gar nicht auf blöde Gedanken kommt!

Donnerstag, 13. März 2014

Der Spind - ein Mysterium

Eine Studentin wollte eines unserer Spindkästchen benutzen. Hierfür werden entweder € 1 / € 2-Münzen benötigt. Nachdem ich zugehört habe, wie sie ca. 20 Mal den Schlüssel gedreht hat, sage ich zu ihr: "Brauchst du Hilfe?"
Sie: "Der Spind hat meine Münze geschluckt!"
Ich: "Drück mal auf den roten Knopf."
Sie, drückt und sagt: "Das funktioniert nicht!!!"
Ich bewaffne mich mit Brieföffner und Münze, umrunde die Theke und als ich dann endlich bei ihr bin ...
Sie: "Ähem, das ist mir jetzt sehr peinlich ... ich hab noch gar keine Münze eingeworfen ..."


Der unterschied zwischen älteren und jüngeren studis

Jüngere: laden die Datei einfach auf einen USB-Stick oder schicken es sich via Webmail.
Dauer: 1 Minute
Ältere: versuchen auf dem PC sich das Outlook einzurichten – was sie eigentlich nicht können, da sie nicht so versiert sind – OBWOHL man ihnen gesagt hat, sie können einen USB-Stick anschließend oder sich das Ding via Webmail schicken …
Dauer: EWIG

Donnerstag, 23. Januar 2014

Die Garderobe ist voll

Wie jedes Jahr um diese Zeit ist der Andrang in der Bibliothek sehr groß. Mittlerweile haben wir genügend Sitzplätze aber weiterhin eindeutig zu wenige Garderobekästen. Wie immer dies dann der Anlass für manche Studierende zu denken, dass es dennoch in Ordnung ist, seine Taschen - mit Speisen natürlich - mit reinzunehmen. Ja, sicher doch. In solchen Fällen wird das Taschenverbot natürlich aufgehoben.

Donnerstag, 21. November 2013

Verächtliches Schnauben

Wir bieten unseren Studierenden einen kostenpflichtigen Dokumentendienst an, welcher von Zeit zu Zeit auch in Anspruch genommen wird. Eine Studentin hat 3 Artikel bestellt und 2 davon konnten wir ihr über diesen Dienst besorgen. Mein Kollege hat sie darüber informiert, dass die Artikel abholbereit sind und € 20,00 kosten (das hat er ihr auch schon VOR der fixen Bestellung gesagt).
 
Studentin: Ich habe eine Email von euch bekommen dass <<undefinierbares Gemurmel>>
Bibliothekarin: Ok. <<In der Annahme, dass es sich um diese Artikelbestellung handelt>>. Wie ist dein Name?
Studentin: XXX
Bibliothekarin: Danke. Hier sind die Artikel. Kosten: € 20,00.
Studentin: <<Verächtliches Schnauben>> und bezahlt sehr unwirscht die Kosten.
 
Ich dachte schon, der Kollege hat ev. vergessen zu erwähnen wieviel die Artikel kosten (ist zwar nicht seine Art, aber kann ja mal passieren), aber nein, er hat ihr das sogar MEHRMALS gesagt!
Hier sollte vllt. noch angemerkt werden, dass der Artikel, wenn er über die entsprechende Datenbank gekauft wird um die € 30 - 50 kostet und nicht € 10. Ich gehe davon aus, die Studentin dachte, wir verlangen aus Jux und Tollerei soviel, dabei ist das ein reiner Durchlaufpasten, an dem wir rein gar nichts verdienen. Im Gegenteil: Arbeitszeit und Druckkosten gehen zu unseren Lasten.

Mittwoch, 9. Oktober 2013

Hausverstand der BibliotheksbenutzerInnen

Dieser wird anscheinend vor der Türe abgegeben, sofern er überhaupt vorhanden ist. Vorhin kommt eine Nutzerin rein, hält brav ihre Karte vor das Lesegerät um das Drehkreuz zu öffnen und knallt so richtig schön dagegen. Wieso? Tja, weil das grüne Lämpchen nicht geleuchtet hat. Was macht sie? Sie knallt nochmals dagegen und nochmals und nochmals und nochmals. Und dass, obwohl ich schon gesagt habe, sie soll die Karte länger hinhalten - ohne auf meinen Hinweis zu reagieren, knallt sie nochmals dagegen. Ich: "Stop! Nicht gegen das Drehkreuz laufen!" Dazu muss man sagen, dass es kracht und piepst, wenn es nicht funktioniert, ist also nicht so, dass die Damen und Herren keinen Hinweis bekämen. Als sie dann endlich mitbekommt, dass ich was zu ihr gesagt habe (ich hab dann gestoppt und sie noch ein paar Mal dagegen laufen lassen), dreht sie sich um und sieht mich erwartungsvoll an. Ich: "Halte die Karte länger hin und warte bis das Licht grün leuchtet!". Was passiert: KNALL, KNALL, KNALL. Warum sag ich überhaupt was? Ich musste sie leider zu KollegInnen schicken, da ihre Karte anscheinend nicht freigeschalten war. Dennoch, wieso knalle ich gleich mehrmals gegen eine Barriere??? Ich bin einmal gegen eine automatische Schiebetüre gelaufen, da sich diese sehr langsam geöffnet hat. Das war vor über 14 Jahren und ist mir seither nie wieder passier. Wieso? Weil ich Barrieren ernst nehme und prinzipiell mit der Hand teste, ob sich diese bewegen lässt. Ist das so schwer?

Nachtrag: Ja, ist es. Soeben kam die nächste rein und knallte gegen das Drehkreuz. Anscheinend ist es in good old austria üblich einfach gegen Drehkreuze zu laufen. Ja, warum auch nicht.

Donnerstag, 3. Oktober 2013

Da muss man sich ja beeilen

Ein Student hat Bücher retourniert und meinte, ein Buch sei auch bereits vorgemerkt und abholbereit.
Bibliothekarin: Sorry, auf deinem Account sind weder Bereitstellungen noch Vormerkungen.
Student: Aha. Aber ich habe eine Mail bekommen.
Bibliothekarin: Wahrscheinlich ist die Frist bereits abgelaufen.
Student: Aha (wenn ich nur jedes Mal einen Cent für ein Aha bekommen würde). Wie lange habe ich denn Zeit, ein vorgemerktes Buch abzuholen?
Bibliothekarin: Das Buch ist 5 Tage bereitgestellt.
Student, etwas erschüttert aufgrund der Kürze und vorwurfsvoll: Da muss ich mich ja richtig beeilen!
Bibliothekarin: -

Gruppenarbeit in der Bibliothek

Zwei Damen saßen oben in der Galerie und unterhielten sich - zu ihrer Verteidigung - über Marketing-Dinge. Wie in den meisten Bibliothek üblich, sind auch bei uns laute Unterhaltungen untersagt, vor allem auf der Galerie, da hier alles doppelt so laut nachhallt.
Ich: Entschuldigt bitte, aber Gruppenarbeiten bitte nicht in der Bibliothek machen.
Studentin etwas brüskiert: Aha, und wo dann sonst?
Ich: In den Carrels im B-Trakt.
Studentin: Aja, genau.
 
Ich frage mich, in welcher Welt es in Ordnung ist, lautstarkte Diskussionen - auch wenn es Gruppenarbeiten sind - in einer Bibliothek zu führen? Auf jeden Fall nicht in meiner.

Freitag, 27. September 2013

Aso

Jedes Mal, wenn ich sage: "Die Tasche bitte draußen lassen." Bekommen ich als Antwort: "Aso."
WIESO?

Externe LektorInnen in der BIB ...

... wirken meist, als hätten sie so eine noch nie betreten, obwohl sie mehrere akademische Grade besitzen. Prinzipiell wird die Frage, welche sie vom BIB-Team beantwortet haben wollen, lautstark hinausposaunt. Dann werden Handtasche, Reisekoffer, Laptoptasche mit in die BIB genommen. Wenn man versucht, ihnen zu erklären, dass sie sie bitte draußen lassen sollen, fragen sie - natürlich - lautstark nach, ob das sein muss. Anschließend haben sie Probleme das Drehkreuz zu überwinden. Der Unterschied zwischen "blaublinkend" und "grünblinkend" ist ja auch wirklich nicht sehr groß. Dann, wenn es die Person endlich durch den Sicherheitscheck geschafft hat, steht sie vor dem Kopierer und hat keine Ahnung wie das Ding funktioniert. Während es ihr erklärt wird, läutet - wie nicht anders zu erwarten - das Handy in der Handtasche, welche aufgrund Mangels einer 1-€-Münze auf der Theke liegen geblieben ist. Um die Geschichte noch zu vervollständigen: die Kopierkarte ist natürlich auch nicht gleich rausgegangen, was wiederum zu einem verwirrten Blick und einer lautstarken Frage geführt hat ...

Freitag, 20. September 2013

Bibliothekseinführung für Incomings

Mein Kollege ist so nett und übernimmt meist die Bibliothekseinführung der Incomings. Die Incomings sprechen im Normalfall kein Deutsch, weshalb die Einführung auf Englisch ist - man sollte annehmen, dass sie entweder das eine oder das andere verstehen, wenn sie in ein deuschsprachiges Land kommen...
Wie jedes Jahr erklärt er in aller Kürze die Basics: Bibliothek, Ausweis, Kopierer, OPAC und TASCHEN SIND NICHT ERLAUBT. Steht auch alles auf dem Handout, sodass sie das auch nachlesen können. Wie jedes Jahr gibt es leider einige Incomings, die es dennoch nicht verstehen oder - und das ist meine persönliche Meinung - es einfach ignorieren und nicht verstehen wollen. Vorhin kam ein Incoming mit Rucksack rein und hat mich gleich mal ignoriert, nach dem Motto: Versteh ich nicht, also kanns mich auch nichts angehen. Das alleine finde ich schon ziemlich arrogant, aber ok. Ich stehe auf und begebe mich Richtung Incoming und weise sie daraufhin, dass sie den Rucksack draußen lassen muss. Sie sieht so erstaunt als wäre dies nur bei  uns so und sie hätte des noch nie gehört, da wir diese Regel erst seit einer Minute haben. Ich liebe es. Ich erkläre ihr also - langsam und deutlich - sie muss den Rucksack draußen lassen, entweder im Spind einsperren (hierfür benötigst du Münzen) oder du gibts mir den Rucksack. Okay, kommt von ihr.
Sie werkelt irgendwas rum und sagt auf einmal zu mir, dass sie den Korb (wo der Rucksack drinnen ist) nicht in den Spind bekommt. Yeah, ich liebe es. Ich erkläre ihr also, dass sie den RUCKSACK in den Spind geben soll und ggf. ihre Schreibunterlagen in den Korb geben kann und diesen mitreinnehmen kann. Aha. Ein eigenartiges Völkchen diese BibliothekarInnen, denkt sie sich wahrscheinlich. Sie nimmt den Rucksack und gibt ihn in den Spind und versucht das Kästchen zu verschließen. Tja, hatte ich die Münzen nicht erwähnt? Doch hab ich. Ich hab aber keine Münze!!! kommt von ihr. Ja, dann gib mir den Rucksack. Als ob ich das nicht schon vorhin gesagt hätte...

Notausgang - Missbrauch wird bestraft

Die Schilder "Notausgang" und darunter "Missbrauch wird bestraft" ist aus meiner Sicht aussagekräftig genug. Diese Woche hat mich eine Besucherin gefragt, ob man da rausgehen darf - hierzu muss man sagen, dass die Notausgangstüre eine Glastüre ist und dahinter versteckt sich von der Nachbarfirma ein kleines Gärtchen mit Bänken - und hat auf die entsprechende Türe gedeutet. Ich sage ihr - da ich annehme, dass sie nicht lesen kann: Nein, das ist ein Notausgang, rausgehen ist durch diese Türe nicht erlaubt. "Ach so, ich dachte halt, da dort Bänke stehen ..."
Leider ist sie nicht die einzige, die denkt, man darf dort rausgehen, da wir die Türe zum durchlüften verwenden, steht sie manchmal offen und da telefonieren und rauchen in der Bibliothek nicht erlaubt ist, denkt sich so mancher, dass er durch den Notausgang gehen kann und draußen sein Bedürfnis stillen kann. Die Bestraftung des Missbrauchs folgt sogleich: die Türe wird geschlossen und die Leutchen müssen eine schöne große Runde ums Gebäude drehen - manchmal auch bei Regen.