Freitag, 31. Mai 2013

Der Dauerbrenner

Fenstertag. 1. Telefonanruf um 09.11.
 
Anrufer: Ich habe eine Mahnung erhalten. Ich kann die Bücher über den OPAC nicht mehr verlängern!!! Können Sie das bitte für mich tun?!?!?!?!?!
Bibliothekarin: Leider nein. Sobald Gebühren angefallen sind, ist eine Verlängerung nicht mehr möglich. - Ich fürchte, das war nicht die gewünschte Antwort...
 
2. Anruf folgt auf dem Fuß.
Anruferin: Ähem, ja, ich wollte eigentlich nur wissen, ob Sie heute offen haben.
Bibliothkarin: Ja, wir haben heute regulär geöffnet.
Anruferin: Ahja, weil ich möchte ein Buch zurückbringen. Wie lange haben Sie den offen.
Bibliothekarin: Bis 21.00 Uhr. Ganz normal.
Anruferin: Aso. Ja, ich komme eh schon am Vormittag so gegen elf vorbei ...
 
3. Anruf kommt unmittelbar darauf (als ob sie alle nur gewartet hätten, dass es 09.00 Uhr wird).
Anrufer: Ähem, ja, ich habe ein Buch vorgemerkt und wollte wissen wie lange es vorgemerkt ist, weil ich brauche es dringend und es ist noch eine andere Vormerkung drauf ...
Bibliothekarin: Das Buch an sich ist ein halbes Jahr vorgemerkt, bereitgestellt ist es für 5 Tage, wenn es zurückkommt. Aber Sie sind der 4. in der Reihe, kann also ein wenig dauern.
Anrufer: Ach so, ja, und wie lange? Weil ich brauche das Buch dringend.
Bibliothekarin: Kann ich leider nicht genau sagen, kommt auf die EntlehnerInnen an, ob sie es rechtzeitig zurückbringen oder nicht.
Anrufer: Hm, ja, danke ok.
 
5 Minuten später, der gleiche Anrufer nochmals:
Anrufer: Ja, ich wollte fragen, ob Sie das Buch vllt. in einer nicht entlehnbaren Fassung haben?
Bibliothekarin: Leider nein. Aber vllt. haben es andere Bibliotheken. Ich sehe kurz nach.
Anrufer: Hab ich schon, aber bei der WU sind auch alle entlehnt. Und ich brauche es DRINGEND!!!

Freitag, 17. Mai 2013

Unverschämt

Gerade eben habe ich mich einsortieren der Bücher entdeckt, dass zwei Bücher neben der Buchstütze hingestellt worden sind. Ein Buch davon ist von Lamnek mit blauem Einband und es stehen weitere zehn Exemplare davon am Regalbrett, also mehr als offensichtlich - selbst für Leute die des Alphabetes nicht mächtig sind - wo das Buch hingehört. Dazu muss ich sagen, dass die Dame, welches dies dorthin gestellt hat, zwanzig Minuten vorher etwas säuerlich war, weil sie nur fünf Bücher statt gefühlten zwanzig ausborgen durfte. Zwei der Bücher, welche sie nicht ausborgte, waren die vorhin erwähnten, einfach hingestellten Bücher ...

BibliothekarInnen können NICHT Gedankenlesen

Studentin: "Entschuldigung."
Bibliothekarin: "Ja, bitte?"
Studentin: Schweigen und Starren. - Ich liebe es.
Bibliothekarin: Schweigt und starrt zurück. Studentin findest es anscheinend etwas unheimlich.
Studentin:"Ähm, ich habe ein Magazin vorgemerkt."
Bibliothekarin: "Ja." - Ihr erinner euch? Genau. Ich beantworte keine Feststellungen. Davon abgesehen, ist mir langweilig, weshalb ich sie ein wenig schwitzen lasse.
Studentin: "Ich habe ein Magazin vorgemerkt."
Bibliothekarin: "Ja."
Studentin wird bereits etwas nervös.
Studentin: "Das würde ich gerne abholen."
Bibliothekarin: "Ja."
Studentin nennt irgendeinen Namen.
Bibliothekarin schweigt.
Studentin: "Brauchen Sie dazu die Nummer?"
Ich weiß zwar nicht welche Nummer sie meint, aber ich bin ja mal nicht so.
Bibliothekarin: "Nein, aber ihren Ausweis."
Studentin, sichtlich erleichter, reicht mir ihren Ausweis. Als ich das von ihr bereigtstellte "Magazin" hole, sehe ich, dass es eine Diplomarbeit AUS dem Magazin ist... Das ist mir in letzter Zeit bereits ein paar Mal aufgefallen, dass die Leute denken, wenn bei Standort "Magazin" steht, es ein Magazin/eine Zeitschrift ist ...

Donnerstag, 16. Mai 2013

Peinlich berührt

Eine Studentin wollte etwas kopieren und ich hab schon gehört, dass etwas nicht stimmt. Nach gefühlten dreihundert Mal nochmal aufs Knöpfchen drücken, spricht sie mich an ...
Studentin: "Entschuldigung, aber da stimmt was nicht. Er (der Kopierer) zeigt mir immer Zählerlimit an, dabei hab ich doch erst Geld aufgeladen!"
Ja, genau das hab ich mir gedacht, als ich ihr zugesehen hab.
Bibliothekarin: "Die Karte steckt falsch. Der Chip muss nach oben, damit die Daten ausgelesen werden können."
Studentin wird ganz rot und wispert ganz leise: "Nein! Das tut mir so Leid! Das weiß ich eh, ich hab die Karte falsch reingesteckt!!! Es tut mir soooooo Leid!!!"
 
Und das, obwohl ich nicht mal böse geguckt habe ...

Ordnung in der Bibliothek

Gerade eben waren zwei Bibliotheksbesucher hier, welche vor meiner Theke standen um etwas zu entlehnen. Normalerweise quatschen die Studenten miteinander oder starren mich an, in der Hoffnung das alles schnellr geht. Aber nicht diese beiden. Die beiden standen da und warfen staunende Blicke Richtung Regale ...
Besucher: "Alles so schön geordnet."
Bibliothekarin: "Entschuldigung, wie bitte?" - Ich hatte nur halb hingehört, da ich mit entlehnen beschäftigt war.
Besucher: "Die Bibliothek! Die Bücher! Alles so schön geordnet!!!"
Bibliothekarin: "Ähem, ja, sicher, sonst wärs ja ein wenig mühselig für euch die Bücher zu finden?!"
Besucher: "Ja, eh. Aber TROTZDEM!!!"
 
Mit den beiden hatte ich ohnehin schon vorher meine Spaß, als sie zu meiner Theke kamen und mich nach einem Buch fragten. Denn der eine sagte vorher zum anderen: "Die weiß sicher ohne nachzuschauen wo das Buch steht!".
Tja, vielen Dank für das Vertrauen in mein Gedächtnis, aber leider ist mir der Überblick ein wenig verloren gegangen. ; )

Mittwoch, 8. Mai 2013

Läufiges Jahr

Eine Studentin näherte sich soeben meinem Kollegen und fragte, wo denn die Diplomarbeiten stehen. Hilfsbereit wie er ist, kam natürlich sofort die Antwort : "Die Diplomarbeiten vom läufigen Jahr stehen hinten im Regal." Er hat sich selbstverständlich sofort ausgebessert, als er gemerkt hat, dass aus laufend "läufig" geworden ist ...