Freitag, 15. März 2013

Journals vs. E-Books

Wir haben seit einigen Jahr Springer E-Books lizenziert. Die Betonung liegt auf "E-Books", KEINE Journals. Dies habe ich sogar beim entsprechenden Link vermerkt, dass wir nur E-Books führen und keine Journals.
Er: "Ich kann den Volltext nicht öffnen! Ich brauche den Artikel und auf Moodle steht, dass wir Springer haben!!!"
Ich: "Ja, aber nur E-Books, keine Journals!"
Er: "Jaja, aber ich kann den Artikel nicht öffnen!"
Ich: "Ja, weil wir von Springer nur E-Books lizenziert haben und keine Journals und somit auch keinen Zugriff auf Artikel haben."
Er: "Wirklich? Keine Journals???" - Was soll man da noch sagen???
 
Sie: "Springerlink funktioniert nicht."
Ich: "Was genau funktioniert nicht? Können Sie sich nicht von extern einloggen oder ist die Seite nicht abrufbar."
Sie: "Ich kann den Volltext nicht öffnen."
Ich: "Ist es ein E-Book oder ein Journal."
Denkpause.
Sie: "Ein E-Book." - Ja, klar.
Ich: "Sind Sie sicher? Wir haben keine Zugriff auf Journals von Springer. Lediglich auf die E-Books."
Sie: "Ja, ich bin mir sicher." - Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Ja, klar.
Ich: "Okay, können Sie mir den Titel sagen, sodass ich nachsehen kann, ob wir auf den Titel Zugriff haben und ob der Zugriff funktioniert?"
Sie: Ja, klar: "Journal of blablabla".
Ich: "Das ist ein Journal?".
Sie: "Ja. Und ich brauche diesen Artikel."
Ich: "Ok. Aber den können Sie nicht über uns abrufen."
Sie: "Wieso nicht? Sie haben doch Springer lizenziert!!!"
Ich: "Ja, das ist korrekt. Knapp 5.000 Springer E-Books. Keine Journals. Weshalb Sie auch keinen Zugriff auf diesen Artikel aus dem Journal of blablabla haben.
Sie: "Wirklich? Ich kann auf die Journals von Springer nicht zugreifen?"

Gemurmel am Infodesk

Diese Woche kam eine Dame, welche offensichtlich keine Angehörige unserer Institution ist in die Bibliothek und stellte sich an die Theke. Wie es sich gehört, springe ich auf und frage sie, wie ich ihr helfen kann:
Sie: "Haben Sie einfdslkfjö?" - Sorry, ich habs wirklich nicht verstanden.
Ich: "Wie bitte?"
Sie: "Haben Sie ein FAX?" - Schon etwas ungeduldig.
Ich: "Nein. Aber beim Portier draußen können Sie kostenlos faxen."
Sie: "grhdkjlr."
Kurze Pause.
Sie: "Wie ist das eigentlich, wer darf die Bibliothek benützen?" - Wieder lässt der Ton aus meiner Sicht ziemlich zu wünschen übrig.
Ich: "Lediglich Angehörige der XYZ".
Sie: "afgdsgksaöjdfioömcewitae". - Das Gemurmel war keine Einbildung meinerseits, der Kollege hat sie ebenfalls nicht verstanden. Was mich jedoch wirklich nervös gemacht hat, war, dass sich das Gemurmel etwas bedrohlich angehört hat ...

Kekse - wirklich?

Eine Besucherin hat ewig ihre Sachen ausgepackt und im Spind versperrt. Ich dachte mir schon, dass da sicher etwas im Busch ist und wartete bis sie alles zusammengekramt hatte und in die Bibliothek gehen wollte. Was hatte sie in ihren Händen? Block, Kuli, Marker, Kaffee und KEKSE! Sie grinst mich an und sagt "Hallo!", ich grüße zurück und sage "Speisen müssen draußen bleiben." "Welche Speisen." - Da wären wir wieder bei der Diskussion, ob auch Kekse Speisen sind ... "Die Kekse. Jede Arte von Speise muss draußenbleiben." "Wirklich? Das ist ja .... " Den Rest habe ich leider nicht verstanden, da sie ziemlich gemurmelt hat.

Mittwoch, 6. März 2013

Ungeduldige Bücherrückgabe

In letzter Zeit ist mir aufgefallen, dass die BibliotheksbesucherInnen immer ungeduldiger werden und keine Sekunde warten können. Vor allem bei der Bücherrückgabe steigt die Ungeduld. Der/die BesucherIn kommt rein und schaut uns schon strafend an, da wir nicht gleich alles stehen und liegengelassen haben um seine/ihre Wünsche zu erfüllen. Wenn wir uns dann erheben (ca. 1 Sekunde nachdem der/die BesucherIn an das Pult getreten ist) und fragen, wie wir helfen können, kommt: "Ich möcht Bücher retournieren." Erst dann wird mühselig in der Tasche nach den Büchern gekramt und gekramt und gekramt ... Wenn die Bücher dann endlich gefunden werden, ernten wir einen bösen Blick, da die Rückgabe ja sooooooo lange dauert, weil wir bösen BibliothekarInnen die Bücher in den tiefen Taschen der BesucherInnen verstecken und nicht schon Stunden vorher zurücknehmen können, bevor diese überhaupt in die Bibliothek kommen ...

Freitag, 1. März 2013

Datenbanken mit Fernzugriff

Letztens in einer Bibliotheksschulung ...
Bibliothekarin: Wenn Sie von zuhause aus auf diesen Link klicken, haben Sie Fernzugriff auf die Datenbanken - ohne zusätzlichen Login können Sie somit von überall auf der Welt auf die Datenbanke zugreifen.
Studierende (welche tragischerweise tatsächlich aufgepasst hat): Aber Fernzugriff haben wir auf diese Datenbanken nicht?
B: Doch. Wenn Sie auf diesen Link klicken.
S: Was heißt eigentlich Fernzugriff? Dass ich nur über das Netz im Haus zugreifen kann?
B: Fernzugriff bedeutet, dass Sie auch von zuhause aus oder vom Ausland auf die Datenbank zugreifen, recherchieren und Artikel downloaden können.
S: Aha. Aber Fernzugriff haben wir nicht auf die Datenbanken???

Dienstag, 26. Februar 2013

Bibliothek vs. Druckerei

Kurz vor den Abgabeterminen der Abschlussarbeiten sind unsere BesucherInnen immer in totalem Ausnahmezustand und scheinen sämtliches Wissen, welches nicht direkt mit ihrer Arbeit zu tun hat, einfach zu vergessen. So auch gestern, als eine Besucherin zu uns kam und fragte: "Kann ich die Arbeit bei euch binden lassen?" "Nein. Wir sind eine Bibliothek und keine Druckerei. Das kannst du oben im Copyshop machen lassen." "Und wie funktioniert das?" - Es ist ja nett, wenn die Leute denken, dass BibliothekarInnen alles wüssten, aber leider ist das nicht so und wir sind auch keine Privatsekretäre, welche einem sämtliche Informationen zu jeden Thema raussuchen. "Sorry, keine Ahnung. Einfach raufgehen und fragen." "Ja, aber kann ich da einfach meinen USB-Stick raufbringen?" "Das kann ich dir leider nicht sagen, aber du kannst die KollegInnen oben jederzeit fragen." "Hach, naja, ok."

Klimaanlage runterdrehen

Da unsere Belüftung nicht so gut läuft, neigen wir dazu die stickige und schlechte Luft durch die Tür in den Garten zu entlassen - auch bei Minusgraden. Im vergangenem November war es wieder einmal soweit: wir öffneten die Tür um Frischluft reinzulassen. Keine Minute später steht plötzlich eine Besucherin vor mir und bittet mich die Klimaanlage runterzudrehen, denn auf einmal bläst diese ziemlich stark kalte Luft direkt auf sie. Hier möchte ich anmerken, dass ich quasi noch vor der geöffneten Türe stand, als sie mich dies fragte und sie genauen Blick auf diese besagte Türe hatte. Ich hab sie höflich und nett darauf hingewiesen, dass das nicht die Klimaanlage ist sondern die kalte, frische Luft von draußen. Sie hat mich sehr skeptisch angesehen, aber sich anscheinend mit meiner Antwort abgefunden (was anderes hätte sie auch nicht wirklich tun können).
Merke: Kalte, frische Luft kommt nicht immer aus der Klimaanlage ...