Freitag, 20. September 2013

Bibliothekseinführung für Incomings

Mein Kollege ist so nett und übernimmt meist die Bibliothekseinführung der Incomings. Die Incomings sprechen im Normalfall kein Deutsch, weshalb die Einführung auf Englisch ist - man sollte annehmen, dass sie entweder das eine oder das andere verstehen, wenn sie in ein deuschsprachiges Land kommen...
Wie jedes Jahr erklärt er in aller Kürze die Basics: Bibliothek, Ausweis, Kopierer, OPAC und TASCHEN SIND NICHT ERLAUBT. Steht auch alles auf dem Handout, sodass sie das auch nachlesen können. Wie jedes Jahr gibt es leider einige Incomings, die es dennoch nicht verstehen oder - und das ist meine persönliche Meinung - es einfach ignorieren und nicht verstehen wollen. Vorhin kam ein Incoming mit Rucksack rein und hat mich gleich mal ignoriert, nach dem Motto: Versteh ich nicht, also kanns mich auch nichts angehen. Das alleine finde ich schon ziemlich arrogant, aber ok. Ich stehe auf und begebe mich Richtung Incoming und weise sie daraufhin, dass sie den Rucksack draußen lassen muss. Sie sieht so erstaunt als wäre dies nur bei  uns so und sie hätte des noch nie gehört, da wir diese Regel erst seit einer Minute haben. Ich liebe es. Ich erkläre ihr also - langsam und deutlich - sie muss den Rucksack draußen lassen, entweder im Spind einsperren (hierfür benötigst du Münzen) oder du gibts mir den Rucksack. Okay, kommt von ihr.
Sie werkelt irgendwas rum und sagt auf einmal zu mir, dass sie den Korb (wo der Rucksack drinnen ist) nicht in den Spind bekommt. Yeah, ich liebe es. Ich erkläre ihr also, dass sie den RUCKSACK in den Spind geben soll und ggf. ihre Schreibunterlagen in den Korb geben kann und diesen mitreinnehmen kann. Aha. Ein eigenartiges Völkchen diese BibliothekarInnen, denkt sie sich wahrscheinlich. Sie nimmt den Rucksack und gibt ihn in den Spind und versucht das Kästchen zu verschließen. Tja, hatte ich die Münzen nicht erwähnt? Doch hab ich. Ich hab aber keine Münze!!! kommt von ihr. Ja, dann gib mir den Rucksack. Als ob ich das nicht schon vorhin gesagt hätte...

Notausgang - Missbrauch wird bestraft

Die Schilder "Notausgang" und darunter "Missbrauch wird bestraft" ist aus meiner Sicht aussagekräftig genug. Diese Woche hat mich eine Besucherin gefragt, ob man da rausgehen darf - hierzu muss man sagen, dass die Notausgangstüre eine Glastüre ist und dahinter versteckt sich von der Nachbarfirma ein kleines Gärtchen mit Bänken - und hat auf die entsprechende Türe gedeutet. Ich sage ihr - da ich annehme, dass sie nicht lesen kann: Nein, das ist ein Notausgang, rausgehen ist durch diese Türe nicht erlaubt. "Ach so, ich dachte halt, da dort Bänke stehen ..."
Leider ist sie nicht die einzige, die denkt, man darf dort rausgehen, da wir die Türe zum durchlüften verwenden, steht sie manchmal offen und da telefonieren und rauchen in der Bibliothek nicht erlaubt ist, denkt sich so mancher, dass er durch den Notausgang gehen kann und draußen sein Bedürfnis stillen kann. Die Bestraftung des Missbrauchs folgt sogleich: die Türe wird geschlossen und die Leutchen müssen eine schöne große Runde ums Gebäude drehen - manchmal auch bei Regen.

Donnerstag, 12. September 2013

Gebrauchte Bücher in der Bibliothek

Soeben sind zwei Erstsemester in die Bibliothek gekommen und haben vorweg lautstark verkündet, DASS sie Erstsemester sind. Ok. Kein Problem. Danke für die Vorwarnung.
Student: Gibt es hier gebrauchte Bücher zu kaufen?
Bibliothekarin: Ähem, ja, aber erst frühestens in einer Woche startet der Bücherflohmarkt.
Student: Ok. Und die Bücher - deutet auf die Regale - kann man die auch benutzen?
Bibliothekarin: Ja, sicher. Die sind auch entlehnbar.
Student: Ja, aber kann ich die kaufen?
Bibliothekarin ist ein wenig verwirrt...
Bibliothekarin: Nein, die Bücher kannst du maximal ausborgen, aber nicht kaufen - zumindest nicht bei uns.
Student: Aha, ok, kann ich die Bücher benützen?
XXX

Montag, 19. August 2013

Sommer-Gedächtnisverlust

Die Bibliothek hatte die letzten zwei Wochen aufgrund der jährlichen Inventur geschlossen. Keine Entlehnung. Keine Rückgabe. Mails und Telefonanrufe wurden natürlich - sofern möglich - beantwortet. Wie jedes Jahr, gaben wir den Hinweis, dass keine Mahngebühren während der Schließzeiten verrechnet werden und eine Verlängerung durchaus auch während der Schließzeit via OPAC möglich ist. Sollte es Probleme geben, soll er/sie sich an uns wenden.
Das Ergebnis: 24 E-Mails, in welchen ich gebeten werde die entlehnten Bücher zu verlängern, da ihnen gesagt wurde, dass eine Verlängerung via OPAC während der Schließzeit nicht möglich ist.
Ich finde es nach wie vor interessant, dass genau diese Studierenden prinzipiell an der Tür ziehen - auch wenn ein riesiges Schild mit "Geschlossen" dranhängt, und das gleich mehrmals. Aber sie nicht mal probieren, ob eine Verlängerung via OPAC doch möglich ist, was ja eigentlich viel kürzer wäre, als eine ewig lange Email an die BIB zu schreiben ...
 
Das letzte Mail hat dem Ganzen die Krone aufgesetzt: am Samstag, den 03.08.2013 hat ihm eine Bibliothekarin gesagt, eine Verlängerung ist nicht möglich. Tja, offensichtlich haben wir ein großes Sicherheitsproblem, denn sowohl die BIB hat an Samstagen geschlossen sondern auch das gesamte Gebäude. Ich glaube, ich muss mal mit den Portieren sprechen, dass sie sich nicht mehr als Bibliothekarinnen verkleiden und Fehlinformationen geben ...

Freitag, 12. Juli 2013

Ferienöffnungszeiten

Heuer hatte ich mich dazu entschlossen, die BIB von 09.00 - 16.00 Uhr zu öffnen. Dies stand bereits zwei Wochen online, als der Newsletter an unsere Studierende ausgeschickt wurde, in welchem die Zeiten ebenfalls vermerkt waren. Natürlich haben sich ein paar Studierende beschwert. Allerdings nicht direkt sonder über das neue Lieblingsmedium "Facebook". Aufgrund vermehrten Druckes von verschiedenen Seiten, haben wir nun bis 19.00 Uhr geöffnet, da lt. eigenen Angaben die berufsbegleitenden Studierenden nur am Abend Zeit haben. Da die "Likes" so zahlreich ausgefallen sind, hatte ich schlaflose Nächte, wenn dann tatsächlich so viele Leute in der BIB sind, da der Abenddienst dennoch alleine ist. Tja, was soll ich berichten? Das höchste der Gefühle waren 4 Leute um 19 Uhr, welche zumindest brav gelernt haben. Von den Postern auf Facebook haben wir bis dato niemanden erblickt.

Freitag, 14. Juni 2013

Diplomarbeit drucken

Anruferin: Können Sie meine Diplomarbeit in der Bibliothek ausdrucken?
Bibliothekarin: Sie können vorbeikommen, sich auf einen PC einloggen und das Dokument direkt an den Drucker schicken - mit Ihrer CampusCard.
Anruferin: Aha, das heißt, Sie drucken mir das nicht aus?
Bibliothekarin: Nein. Sie müssen das Dokument selbst ausdrucken.
Anruferin: Naja, es wäre halt eine Zeitersparnis, wenn Sie das für mich ausdrucken würden.
Bibliothekarin: Tut mir leid, das geht leider nicht. Aber Sie können beim Buchbinder fragen, ob er die Arbeit gleich ausdruckt, wird wahrscheinlich ein wenig teurer werden ...
Anruferin: Aha, naja, ok. Aber es wär eine Ersparnis gewesen ...

Mittwoch, 12. Juni 2013

Diplomarbeit drucken

Anrufer: Ich rufe wegen den Diplomarbeiten. Ich habe gehört, ein Kollege hat sie direkt mit USB-Stick zu Ihnen gebracht um sie drucken und binden zu lassen. Kann ich das auch, oder muss ich sie ausgedruckt bei Ihnen vorbeibringen.
Bibliothekarin: Sie telefonieren mit der Bibliothek. Wir drucken und binden keine Diplomarbeiten. Ich geben Ihnen gerne die Durchwahl zum Buchshop.
Anrufer: Oh, achso, Danke!

Derselbe Anrufer hat ca. 2 Stunden später nochmals angerufen und das Gespräch mit genau dem gleichen Satz begonnen ...